TSV Schwabmünchen Leichtathletik

Bayerische Meisterschaften Mehrkampf

Die Mehrkämpfer verschlug es für die Bayerischen Titelkämpfe wieder einmal ins schöne Stadion nach Garmisch-Partenkirchen. Aufgrund seiner Abiturfeier verzichtete Max Holzmüller auf einen Start. Er bereitet sich daher bereits auf die Deutschen Meisterschaften vor, deren Qualifikationsleistung er ja bereits in der Tasche hat.
Seine Mehrkampfkollegin Julia Stuhler wagte trotz „Abitur-Feierstress“ den Start im Siebenkampf der U20 Jugend. Trotz Schlafmangel erkämpfte sie sich im Vierkampf die Silbermedaille. Eine Zeit von 15,40 Sekunden über die Hürden und ausgezeichnete 25,62 Sekunden über die 200m-Strecke waren ihre herausragenden Leistungen am ersten Tag. Der zweite Wettkampftag lief dann nicht mehr so rund. Dennoch reichten die Leistungen zum Gewinn der Bronzemedaille. Auch Julia Stuhler hat ihre Qualifikation für die „Deutschen“ bereits in der Tasche.
Anna Kutter startete in der Frauenklasse und lieferte einen sehr guten Siebenkampf ab der mit dem 8. Platz belohnt wurde. Ihre besten Leistungen lieferte die Schwabmünchnerin mit 16,10 Sekunden über die Hürden und mit 4,98 Metern im Weitsprung ab.
Bei den Youngsters (U18) vertrat Jonas Kell die Schwabmünchner Farben im Zehnkampf. Hier überraschte der junge Athlet mit tollen Leistungssteigerungen und dem völlig unerwarteten Gewinn der Bronzemedaille.
Seine Leistungen am ersten Tag brachten ihn auf den 6. Platz in der Fünfkampfwertung (100m in 11,97Sek. Persönliche Bestleistung, Weitsprung 5,89m (PB), Kugel 9,26m, Hochsprung 1,61m, 400m 53,40 Sek. (PB)). Der zweite Wettkampftag begann mit einem weiteren persönlichen Bestmarke. Über die 110 Meter Hürden benötigte Jonas 16,28 Sekunden. Diskus- und Speerwurf brachten ordentliche Leistungen. Im Stabhochsprung stellte der U18 Athlet mit 2,80 Meter seine Bestleistung ein um dann im abschließenden 1500m-Lauf seinen erfolgreichen Zahnkampf zu beenden. Hier nämlich legten sich Jonas und sein Coach eine Renntaktik zurecht, die eine Bestleitung in der Gesamtpunktzahl ergeben sollte. In einem furiosen Rennen erzielte der Schwabmünchner mit schier unglaublichen 4:40,90 Minuten die schnellste Zeit aller Athleten. Mit 5272 Punkten war der Plan voll aufgegangen. Dass sich Jonas Kell aber darüber hinaus noch soweit nach vorne arbeiten würde, dass es für die Bronzemedaille reicht, hatte sich keiner erträumt. Der Moment, als diese Meldung im Stadion bekannt gegeben wurde, war sicher einer der emotionalsten Momente des Mehrkampfwochenendes am Fuße der Zugspitze.